Hortus - Paradiesgärten in der mittelalterlichen Buchmalerei
Par jean luc deuffic le mardi 23 octobre 2007, 13:10 - Exposition - Lien permanent
Hortus - Paradiesgärten in der mittelalterlichen
Buchmalerei
»» 21. Oktober 2007 - 13. Januar 2008 ««
Der biblische Garten Eden fand seit dem frühen Mittelalter in Illustrationen
aus klösterlichen Schreibstuben sein farbenfrohes Abbild. Die von großer
Frömmigkeit geprägte Beschäftigung der Buchmaler mit der Genesis brachte
kunstvolle und aussagekräftige Bilder hervor.
Die Ausstellung führt den Besucher in eine nachempfundene mittelalterliche
Schreibstube und bietet anhand ausgewählter Originalhandschriften eine
Annäherung an diesen wesentlichen Aspekt klösterlichen Lebens. Mithilfe
herausragender Beispiele mittelalterlicher Buchmalerei werden Weltsicht und
Naturgefühl in der für den mittelalterlichen Menschen typischen permanenten
Gottesschau und Erlösungshoffnung in prachtvoller Form gezeigt. Reale
Klostergärten und Abbildungen biblischer Gärten befruchteten sich gegenseitig.
Die Vorbilder schon der ersten materiellen "christlichen" Gärten waren jene,
die in der Bibel zu finden sind: Das alttestamentarische Paradies - der Garten
Eden, als Ideal aller "christlichen" Gärten, der Garten des Hohen Liedes, der
Garten Gethsemane. Diese Gärten spielen im Christentum von je her eine Rolle,
die weit umfassender ist, als die profane Idee einer von Menschenhand
kultivierten Natur.
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